Nach oben
Seitentitel

+49 89 - 74 79 03 95

info@achenbach-muenchen.de

Start > Blog > Mehr Schutz durch Nachrüsten: Wann ist eine Haustür sicher?

Mehr Schutz durch Nachrüsten: Wann ist eine Haustür sicher?

Steigende Einbruchszahlen und eine nach wie vor geringe Aufklärungsquote zeigen, dass Sie den Einbruchschutz in den eigenen vier Wänden nicht vernachlässigen dürfen. Neben dem unerlaubten Einstieg über Fenster verschaffen sich Einbrecher häufig Zugang über unzureichend gesicherte Haustüren. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Informieren Sie sich stattdessen schon im Vorfeld, wie Ihre Haustür nachgerüstet und somit noch sicherer gemacht werden kann. Achenbach München zeigt Ihnen verschiedenen Maßnahmen, mithilfe derer Sie den Einbruchschutz erhöhen.

Welche Widerstandsklasse eignet sich für den privaten Bereich?

Zunächst müssen wir anmerken, dass es keine Tür gibt, die einem Einbruchsversuch dauerhaft standhält. Stattdessen sorgen hochwertige Schlösser und Beschläge dafür, dass der Einbrecher mehr Zeit zum Öffnen der Tür benötigt. Schaffen es die Diebe nicht, innerhalb von 2 bis 5 Minuten die Haustür zu öffnen, geben sie in der Regel schnell wieder auf.

Allgemein werden einbruchshemmende Türen in 6 Widerstandsklassen eingeteilt. Die höchste Sicherheitsstufe stellen Türen der Widerstandsklasse 6 dar. Beratungsstellen der Polizei sowie deren Initiative „(K)Einbruch“ empfehlen für den privaten Bereich Haustüren der Widerstandsklasse 2 und 3. Diese lassen sich zudem über die KfW fördern. Gewerbliches Eigentum sollte dagegen mit Widerstandsklassen zwischen 4 und 6 geschützt werden.

Achten Sie beim Kauf Ihrer Haustür stets auf entsprechende Zertifizierungen. Dazu eignen sich jene des „Deutschen Instituts für Normung“ (DIN) oder des „Verbands der Sachverdiener“ (VdS). Wir empfehlen besonders Haustüren aus Aluminium, da diese ausreichend Schutz vor starken Gewalteinwirkungen besitzen. Dabei stellen Alu-Türen mit Glaseinsatz keineswegs ein Sicherheitsrisiko dar. Es kommt ausschließlich Sicherheitsglas zum Einsatz, da nur dieses den strengen Sicherheitsstandards gerecht wird.

Möglichkeiten zum Haustür nachrüsten

Nicht jeder möchte Geld für eine neue, einbruchshemmende Tür ausgeben. Privatpersonen haben daher die Möglichkeit, für deutlich weniger Geld ihre bisherige Haustür einfach nachzurüsten. Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie einzelne Türelemente effektiv nachrüsten.

Türschloss, Profilzylinder und Schutzbelag

Wichtig bei einer einbruchshemmenden Tür ist die mehrfache Verriegelung. Diese aktiviert sich beim Schließen automatisch. Üblicherweise sind Mehrfachverriegelungen mit 3 bis 5 oder sogar noch mehr Riegeln versehen, die über dem Zylinder- bzw. Hauptschloss sitzen. Ab der Widerstandsklasse 3 werden Schlösser mit Mehrfachverriegelung empfohlen.

Der Profilzylinder sollte die Widerstandsklasse 1 oder 2 und im besten Fall einen Bohrschutz besitzen. Auch sollte er mit einem „Ziehschutz“ ausgestattet sein. Um die unerlaubte Anfertigung von Nachschlüsseln zu verhindern, gibt es mittlerweile Schließzylinder mit Sicherungskarte, z.B. von ABUS.

Geschützt werden Profilzylinder und Schloss durch einen Schutzbelag. Dieser umschließt die beiden Elemente und ist von innen stabil verschraubt. Er wird vor allem dann nötig, wenn das Türschloss über keinerlei Zylinderabdeckung verfügt. Dann muss der Zylinder mit Schutzbelag mit maximal 3 Millimetern abschließen.

Türrahmen und Türblatt

Haben Sie momentan ein sehr dünnes bzw. schwaches Türblatt, sollten Sie dieses unbedingt verstärken. Handelt es sich um ein besonders alten Türblatt empfehlen wir jedoch dieses gegen ein Massives auszutauschen. Bei einer Tür aus Holz sind mindestens 40 Millimeter Materialstärke notwendig. Doch selbst das stabilste und widerstandsfähigste Türblatt nützt Ihnen nichts, wenn der Türrahmen beim Öffnungsversuch nachgibt. Dieser sollte fest im Mauerwerk verankert sein, um mechanischen Einwirkungen standzuhalten.

Der Türrahmen kann mit speziellen Schließblechen gesichert werden. Diese sollten min. 3 Millimeter dick sein. Sie können auch auf spezielle Bändersicherungen zurückgreifen, die ebenfalls im Mauerwerk verankert werden. Das Ziel ist hierbei stets die Zarge mit dem Türblatt stabil zu verbinden.

Querriegelschlösser

Sind Ihnen die bisher genannten Maßnahmen zur Haustür Aufrüstung zu aufwendig, bietet sich immer noch die Verriegelung mittels Querriegelschloss an. Dieses ist so effektiv, dass weitere Nachrüstungen in der Regel nicht mehr notwendig sind. Das Querriegelschloss wird ca. 30 cm unterhalb des Türschlosses angebracht und im Mauerwerk verankert. An dieser Stelle werden die meisten Öffnungsversuche unternommen.

Nachteil dieser Methode ist, dass sie optisch nicht sehr ansprechend ist. Für Nebeneingänge wie Hinter- oder Kellertüren ist diese Sicherheitsmaßnahme jedoch ideal.

Türspion und Beleuchtung

Sind Sie momentan noch nicht im Besitz eines Türspions, lässt sich dieses leicht nachrüsten. Nutzen Sie ausschließlich Weitwinkel-Spione, da nur diese auch den Bereich direkt unter der Tür sichtbar machen. Sollte also ein Einbrecher unter der Tür hocken, um sich beim Öffnen gewaltsam Zutritt zu verschaffen, können Sie diesen Versuch wirksam vereiteln.

Achten Sie im Zuge dessen darauf, dass der Bereich vor der Tür immer gut beleuchtet ist. Ein Bewegungsmelder ist hierfür ideal und günstig in der Anschaffung.

Fazit: Wann ist eine Haustür nun sicher?

Wie Sie Ihre Haustür nachrüsten und somit einbruchshemmender machen können, haben Sie nun erfahren. Nähere Informationen sowie weitere Handlungsempfehlungen erhalten sie auf der (K)Einbruch-Website der Polizei und Wirtschaft.

Sind Sie noch unsicher, ob Ihre Haustür nachgerüstet werden muss? Folgende Fragen helfen Ihnen weiter. Je mehr Sie davon mit „ja“ beantworten können, desto besser.

  • Ist Ihre Haustür DIN und/oder VdS-zertifiziert?
  • Besitzt Ihre Haustür mindestens die Widerstandsklasse 2 oder 3?
  • Besitzt Ihre Haustür eine Mehrfachverriegelung?
  • Sind Ihre Nebentüren auf dem gleichen Sicherheitsstand wie Ihre Haustür?
  • Können Sie durch einen Türspion oder eine Videosprechanlage vor Ihre Haustür schauen?
  • Ist Ihr Türschloss von einem Schutzbelag oder einer zusätzlichen Zylinderabdeckung umschlossen?
  • Gibt es zu Ihrem Schließzylinder eine Sicherheitskarte?

 

Beachten Sie bitte, dass sämtliche Nachrüstungsmaßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt und fachgerecht von einem Profi eingebaut werden müssen. Haben Sie Interesse an einer neuen einbruchshemmenden Haustür? Dann ist Achenbach München Ihr Ansprechpartner. Besuchen Sie uns in unserem Münchner Showroom und finden Sie die passende Tür ganz nach ihrem Geschmack.